Dipl.-Psych. Dr. phil. Xenia Petry

Hier erfahren Sie mehr über meinen beruflichen Werdegang, meinen psychotherapeutischen Ansatz, meine psychotherapeutischen und menschlichen Werte und wie ich Sie auf Ihrem Weg zu Ihrer psychischen Genesung begleiten kann.

Mein beruflicher Werdegang

Mein Diplom in Psychologie absolvierte ich an der Universität Trier mit dem Schwerpunkt Klinische Psychologie. Im Anschluss folgte die Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin mit Approbation in den Verfahren Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Analytische Psychotherapie.

Meine berufliche Laufbahn ist geprägt von der Verbindung klinischer Erfahrung, wissenschaftlicher Arbeit und akademischer Lehre. Über viele Jahre war ich in der Psychotraumatologie tätig und begleitete Menschen nach schweren traumatischen Erfahrungen und mit komplexen Folgestörungen im Rahmen von Einzel- und Gruppentherapien. Darüber hinaus gehörten Supervision, die Ausbildung angehender Psychotherapeut*innen sowie die Leitung zweier psychotraumatologischer Ambulanzen in Köln zu meinem Tätigkeitsfeld.

Parallel zu meiner klinischen Arbeit widmete ich mich der Psychotherapiewissenschaft an der Universität zu Köln. Dort war ich in Forschung und Lehre tätig, unterrichtete als Dozentin und promovierte im Fach Psychotherapiewissenschaft.

Im Zentrum meiner wissenschaftlichen Arbeit stehen die Grundlagen psychotherapeutischer Beziehungen und Prozesse. Ein besonderer Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf qualitativen Forschungsmethoden. Diese ermöglichen es, die komplexen zwischenmenschlichen Beziehungen und Veränderungsprozesse, die Psychotherapie prägen, differenziert zu erfassen. So verbinde ich wissenschaftliche Präzision mit einem Verständnis für die Individualität psychotherapeutischer Prozesse.

Seit 2019 bin ich in eigener psychotherapeutischer Praxis tätig und folge weiterhin meinem besonderen Behandlungsschwerpunkt auf komplexen Traumafolgestörungen und der Haltung einer intersubjektiven Beziehungsebene zwischen Patient*innen und Therapeut*innen.

 

Veröffentlichungen:

Petry, X. (2015). Zur Geltung von Erkenntnissen in der Psychotherapieforschung. Entwurf und exemplarische Erprobung eines Kriterienkatalogs. Marburg: Tectum Verlag.

Petry, X. (2016). Zur Geltung von Erkenntnissen in der Psychotherapieforschung. Psychotherapie-Wissenschaft, 6(1), 17–29. Gießen: Psychosozial-Verlag.

Mitgliedschaften:

Alfred-Adler-Institut Aachen-Köln e.V. (AAI-Köln)
Psychotherapeutenkammer NRW (PTK NRW)
Deutsche Psychotherapeuten Vereinigung (DPtV)

Mein psychotherapeutischer Ansatz

In meiner Praxis für Psychotherapie in Köln biete ich sowohl Analytische Psychotherapie (Psychoanalyse) als auch Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie an. Diese psychodynamischen Verfahren gehen davon aus, dass Ihre Erfahrungen, Beziehungen und unbewussten Prozesse einen wesentlichen Einfluss auf Ihr Denken, Fühlen und Handeln haben.

Mein Ziel ist es nicht, Sie zu bewerten oder vorschnell zu verändern. Stattdessen möchte ich gemeinsam mit Ihnen Ihre innere Logik verstehen: Wie sind bestimmte Verhaltensweisen entstanden? Welche schützende Funktion hatten sie früher? Und was brauchen Sie heute, um sich weiterzuentwickeln? Ich begegne Ihnen stets auf Augenhöhe – mit Respekt, Interesse und ohne Urteil.

 

Psychotraumatologie:

Ich folge in meinem psychotraumatologischem Verständnis dem fachlich so genannten „Normalitätsprinzip“. Nach schweren seelischen Erschütterungen zeigen Lebewesen, so auch der Mensch, natürliche und gesunde Belastungsreaktionen. Diese Reaktionen sind unter Anderem Schockstarre bei gleichzeitiger innerer Übererregung, Vermeidungsverhalten und sozialer Rückzug, Ängste, überflutende Erinnerungen oder Albträume. So versuchen Körper und Seele das Unbegreifliche zu verstehen, zu verarbeiten, sich zu wappnen oder zu schützen.

Sie sind nicht verrückt geworden, Sie reagieren verständlich auf Etwas, was verlangt, Ihr Denken und Fühlen zu „ver-rücken“. Eine Traumatherapie kann Ihnen helfen, kognitiv und emotional das Erlebte zu verarbeiten und wieder zu Ihrem Selbst zu finden.

Die Wirkung früherer Strategien

Jeder Mensch entwickelt im Laufe seines Lebens individuelle Strategien, um mit Belastungen, Verletzungen und schwierigen Erfahrungen umzugehen.

Viele dieser Mechanismen entstehen bereits in der Kindheit, einer Zeit, in der wir stark von anderen abhängig waren und nur begrenzte Möglichkeiten hatten, auf Herausforderungen zu reagieren.

Was Sie heute möglicherweise als belastend empfinden – sei es ausgeprägte Selbstkritik, sozialer Rückzug, übermäßige Anpassung oder der ständige Druck, perfekt funktionieren zu müssen – sind oft keine Zeichen dafür, dass mit Ihnen etwas Grundlegendes nicht stimmt.

Im Gegenteil: Häufig sind dies kluge Überlebens- und Anpassungsstrategien, die einmal notwendig und sinnvoll waren. Sie halfen Ihnen, schwierige Situationen zu bewältigen, wichtige Beziehungen aufrechtzuerhalten oder emotional zu überleben.

Dass diese Strategien heute nicht mehr in jeder Lebenslage hilfreich sind, bedeutet nicht, dass sie falsch waren. Sie passen lediglich nicht mehr optimal zu den Anforderungen Ihres aktuellen Lebens.